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Wie gefährlich sind Präparate, Shake und Co. wirklich?

Vihado EiweißpulverDas Geschäft mit  Sportlernahrung boomt. Im Jahr 2017 gaben die Menschen allein in Deutschland über 150 Millionen Euro für Fitness-Nahrung aus. Der größte Teil davon, ergab sich aus dem Verkauf von Eiweißprodukten. Riegel, Shakes und andere Getränke sind bei Sportlern kaum noch wegzudenken.

Das Angebot für Sportler ist riesig

Wie gefährlich sind Präparate, Shake und Co. wirklich?So verzichtet kein Fitnessmagazin auf die wöchentliche Vorstellung neuer Produkte, die auf den Markt drängen. In den Regalen der Anbieter finden sich:

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  • Protein-Pulver für den Muskelaufbau
  • Protein-Shakes zum Abnehmen
  • Protein-Shakes zum Zunehmen
  • Protein-Riegel
  • Protein-Wasser
  • Protein-Cookies
  • Protein Balls zum Naschen
  • Protein-Wraps
  • Protein-Schokocreme

Aber nicht nur Fitness-Enthusiasten bedienen diesen Trend. Auch Ausdauersportler wie Radfahrer und Leichtathleten schwören auf die Nahrungsergänzungsmittel. Anhänger von Eiweiß-Diäten, ergänzen den Reigen der Anwender. Gleichzeitig stehen Protein-Produkte immer wieder in der Kritik. Mediziner und Ernährungswissenschaftler äußern Bedenken und ziehen die Wirkkraft solcher Produkte in Zweifel.  Was ist dran an diesen Bedenken und wie gefährlich kann der Konsum solcher Mittel wirklich werden?

Fitness-Fans, die an ihrem Körper feilen und bis ins kleinste Detail am perfekten Erscheinungsbild arbeiten, schwören auf Protein-Shakes zur Ergänzung ihrer normalen Essgewohnheiten. Die Logik dahinter ist einfach. Um solch ein Ziel zu erreichen, braucht der Körper Aminosäuren aus Eiweiß-Quellen. Diese Aminosäuren sind maßgeblich am Aufbau von Muskeln, aber auch am Wuchs von Haut, Haaren und Nägeln beteiligt. Will man nun Muskeln aufbauen, liegt der Verdacht nah, dass Eiweißprodukte den Prozess beschleunigen und dem Sportler dabei unter die Arme greifen. Aber ist das überhaupt nötig und was stellt der Körper mit überflüssigem Protein im Körper an?

Die Fakten

So kontrovers das Thema auch diskutiert wird, so ist man sich unter Wissenschaftlern weitestgehend darüber einig, dass der tägliche Eiweißbedarf von Frauen wie Männern bei einheitlich 0,8 Gramm pro Kilo Körpergewicht liegt. Für einen 70 Kilo schweren Menschen liegt der Wert demzufolge bei 56 Gramm pro Tag. In einem durchschnittlichen Eisweißdrink sind je nach Größe ca. 20-30 Gramm Eiweiß enthalten. Zusammen mit der normalen Nahrung ist der Soll-Wert also leicht zu erreichen bzw. ebenso leicht zu überschreiten. Ein Leistungs- oder Kraftsportler hat in etwa den doppelten Bedarf an Proteinen (1,6 Gramm pro Kilo Körpergewicht). Auch hier ist der Wert schnell erreicht und trotzdem trinken Sportler oft mehrmals am Tag einen zusätzlichen Shake. Die Rechnung sollte aber nie ohne die normale Nahrung gemacht werden. Die maximale Tagesration an Protein sollte einen Wert von 2 Gramm pro Kilo Körpergewicht keinesfalls dauerhaft überschreiten. Ab einer solchen Menge wird es kritisch, so die ebenfalls einhellige Meinung unter Fachleuten. Aber was genau passiert, wenn dieser Rat nicht befolgt wird und mehr Protein aufgenommen wird?

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Niere und Leber sind die Leidtragenden

Im Falle einer dauerhaften Überdosierung von Proteinen, müssen in erster Linie Leber und Nieren mit den Folgen umgehen. Dabei wird den Organen einiges abverlangt. Ein maßgebliches Produkt beim Abbau von Aminosäuren ist Harnstoff, der über die Nieren herausgefiltert wird. Dies kann bei starker Belastung zu einer Schädigung der Nieren führen. Menschen die bereits eingeschränkte Nierenfunktionen aufweisen, entwickeln möglicherweise ein erhöhtes Risiko für eine Nieren-Insuffizienz. Darüber hinaus sollten Menschen die einen erhöhten Alkoholkonsum oder eine Fettleibigkeit aufweisen, auf den übermäßigen Verzehr von Proteinen verzichten.

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Hinweis: Diese Menschen neigen aufgrund ihrer Lebensumstände zu geschwächten Leber-Funktionen. So kommt es bei ihnen, innerhalb des Abbauprozesses der Aminosäuren, zur Bildung von Ammoniak. Dieses Zellgift kann in hoher Konzentration zu Schlafstörungen, Stimmungsschwankungen bis hin zu Gedächtnisverlust führen.

Im Hintergrund lauert Diabetes

Eine Studie des Deutschen Instituts für Ernährungswissenschaften (DIfE) in Potsdam weist darauf hin, dass die übermäßige Zufuhr von Proteinen bei übergewichtigen Menschen eine Unempfindlichkeit für Insulin hervorrufen kann. Dies wiederum könne die Entwicklung einer Diabetes-Erkrankung begünstigen. Diese Information ist wichtig für all jene, die mit Eiweißdiäten und den dazugehörigen Drinks abnehmen wollen. Oft ist der Antrieb für eine solche Diät eben die Fettleibigkeit. In einem solchen Fall schadet man dem Körper eher, als dass man ihm hilft.

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Abnehmen mit Proteinshakes

Diäten auf Proteinbasis sind ohnehin äußerst umstritten, da bei zu hoher Dosierung der Proteine bzw. der Aminosäuren, eine Umwandlung dieses Überschusses in Glucose stattfindet. Sind nun die Glucose-Speicher im Körper bereits voll, reagiert der Organismus mit einem weiteren bio-chemischen Prozess. Dieser wandelt die Glucose in Fettsäuren um, und füllt damit weitere Fett-Depots für schlechte Zeiten. Das Resultat: Man nimmt zu, obwohl man eigentlich mit dem Gegenteil gerechnet hat.

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Nachlässigkeiten in der Herstellung

Vielen Herstellern solcher Produkte wird vorgeworfen, zu nachlässig mit Lebensmittel-Verordnungen umzugehen. Nahrungsergänzungsmittel gelten als Lebensmittel und unterliegen strengen Auflagen. Nichtsdestotrotz wurden in einigen Produkten bei Laboranalysen immer wieder Verunreinigungen festgestellt.

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Schwangere sollten lieber verzichten

Es gibt keine belastbaren Studien und schon gar keine Einigkeit beim Thema „Protein-Gaben in der Schwangerschaft“. Es wird jedoch ein Zusammenhang vermutet, zwischen überhöhtem Protein-Konsum und dem Risiko eines plötzlichen Kindstodes. Forscher der Justus-Liebig-Universität in Gießen, wollen dies an Versuchen mit Mäusen beobachtet haben. Ob wahr oder falsch sollte unerheblich sein, wenn es um die Gesundheit Ihres Kindes geht. Das für das Heranwachsen nötige Protein ist auch in der Schwangerschaft jederzeit durch eine ausgewogene Ernährung garantiert.

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Vor- und Nachteile von Nahrungsergänzungsmitteln auf Proteinbasis

  • Shakes sind einfach und schnell zubereitet
  • Protein-Riegel sind ideal für zwischendurch
  • als leckere Ergänzung unbedenklich
  • unterstützen beim Muskelaufbau
  • darf nicht als Nahrungs-Ersatz angesehen werden

Alles kann, nichts muss!

Die oben genannten Punkte sollen Sie aufmerksam machen. Keinesfalls sollen sie abschrecken und schon gar nicht verbieten. Für einen bewussten Blick auf die eigene Ernährung, sollten Sie jedoch auch kritische Stimmen im Hinterkopf behalten. So entwickeln Sie eine angebrachte Sensibilität für das Thema „Nahrungsergänzungsmittel“ und können so entscheiden, was Ihrem Körper gut tut und was nicht. Haben Sie den Überblick über Ihre Ernährungsgewohnheiten und sind sich der Auswirkungen einzelner Protein-Gaben bewusst, können und dürfen Sie selbstverständlich auch genießen. Denn klar ist auch. Die meisten Produkte sind einfach lecker

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Fazit

Für sich genommen sind Protein-Mittel wie Shakes und Riegel mehr oder weniger unbedenklich. Medizinisch problematisch wird es bei einer Überdosierung von Proteinen. Bedenken Sie hierbei, dass ein solches „Zuviel“ schnell erreicht ist. Konsumieren Sie also nicht gänzlich unüberlegt und behalten Sie die Übersicht über Ihren Protein-Haushalt.

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Auf keinen Fall sollten Sie das Problem auf die leichte Schulter nehmen: Im Zweifel konsultieren Sie Ihren Hausarzt und bitten um weitere Aufklärung und Beratung. Ein grundsätzlicher Checkup könnte mögliche Risiken ausschließen.

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