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Nahrungsergänzung während Corona – was hilft wo?

Vihado EiweißpulverÜber die Wirksamkeit von Nahrungsergänzungsmitteln wird mitunter viel diskutiert. Dabei haben seriöse Produkte definitiv ihre Daseinsberechtigung. Sie helfen Sportlern, ihren erhöhten Nährstoffbedarf zu decken, unterstützen Menschen mit Stoffwechselproblemen bei der Kompensation von Mangelzuständen und können in Notfallsituationen einen vorübergehend Nährstoffausgleich gewährleisten. Die Corona-Krise ist eine solche Notfallsituation und zwar auf vielschichtige Weise.

Nährstoffmangel und Corona – Was die Krise unserem Körper entzieht

Nahrungsergänzung während Corona - was hilft wo?Die besondere Situation der sozialen Isolation, mit der sich im Moment viele konfrontiert sehen, hat auf den Nährstoffhaushalt des Körpers massive Auswirkungen. Die Tatsache, dass man nicht raus kann und den Großteil des Tages in geschlossenen Räumen verbringt, wirkt sich auf unser Ess- und Bewegungsverhalten aus. Was es hier braucht, sind ein paar gezielte Nährstoffgaben, um Nährstoffdefizite auszugleichen. Dazu muss man aber wissen, an welchen Nährstoffen es dem Körper gerade besonders fehlt. Grob lässt sich sagen, dass gerade Vitamine zu den im Moment am häufigsten vernachlässigten Nährstoffgruppen gehören, darunter:

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Doch auch Proteine und einige Mineralien kommen während der Corona Pandemie deutlich zu kurz. Die Ursachen für den Nährstoffmangel sind unterschiedlich. Beispielsweise fällt bei Vitamin D ein isolationsbedingter Sonnenmangel eine wichtige Rolle. Bei Proteinen ist es hingegen eher ein im Augenblick recht distanzierter Umgang mit proteinreichen Lebensmitteln wie Fisch oder Fleisch, die als potentielle Keimquellen angesehen werden. Darüber hinaus vernachlässigen manche in ihrer Isolation grundsätzlich eine gesunde Ernährung zugunsten lang haltbarer Tiefkühlkost und Fertigprodukte.

Vor- und Nachteile von Nahrungsergänzung in der Corona-Krise:

  • können bei der Optimierung der Nährstoffzufuhr helfen
  • großes Angebot an Präparaten ist ideal für individuelle Nährstoffprofile
  • zahlreiche Begleiterscheinungen der Isolation lassen sich durch Nahrungsergänzung lindern
  • keine Dauerlösung
  • es gibt starke Qualitätsunterschiede

Vitamin D gegen Schlafstörungen und schlechte Laune

Das beste Beispiel für die ungesunde Dynamik zwischen Alltagsbeschränkungen und Nährstoffmangel während Corona ist der Sonnenmangel. Er ergibt sich während der Coronazeit aus einem limitierten Aufenthalt im Freien und ist somit nur schwer zu vermeiden, wenn man nicht gerade einen eigenen Garten oder Balkon besitzt. Sonne ist für unseren Körper allerdings sehr wichtig, um das berühmte Vitamin D herzustellen. Dieses Vitamin ist eigentlich ein Hormon aus der Gruppe der Secosteroide und hat im Körper eine Vielzahl verschiedener Aufgaben.

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Wichtig: Einerseits stärkt Vitamin D die Knochen, Zähne, Muskeln, Nerven und sogar das Herz-Kreislauf- und Immunsystem. Gerade letzteres wäre im Rahmen einer Pandemie eigentlich besonders wichtig, um die körpereigene Abwehr gegen die krankheitserregenden Corona Viren zu wappnen. Auf der anderen Seite ist Vitamin D auch für die Produktion weiterer Körperhormone unerlässlich. Bekannt ist hier vor allem die besondere Bedeutung des Vitamins für die Produktion von Serotonin. Das sogenannte Glückshormon hat eine stimmungsaufhellende, aber auch beruhigende Wirkung. Darüber hinaus reguliert Serotonin auch den Schlaf-Wach-Rhythmus, was im Übrigen der Grund dafür ist, dass gerade viele Menschen schlechter schlafen. Denn durch den Mangel an Sonnenlicht kommt es nicht nur zu einer reduzierten Vitamin-D-Zufuhr, sondern in zweiter Instanz auch zu einem Serotinmangel.

Die Folge einer solchen Mangelerscheinung sind dann neben einer bedrückten bis depressiven Stimmung auch Schlafstörungen. Jüngere Studien empfehlen bereits seit einer Weile die Einnahme von Vitamin D Präparaten bei Schlafstörungen. In Regionen wie Skandinavien, in denen Sonnenlicht gerade im Winter meist Mangelware ist, werden Vitamin D Präparate sogar teilweise subventioniert. Und auch während der Corona Ausgangssperre können die Nahrungsergänzungsmittel eine gute Hilfe sein, um einem Vitamin-D-Mangel sowie damit verbundenen Schlafstörungen und Stimmungsschwankungen vorzubeugen. Und auch das Immunsystem, das in diesen Tagen besonders gefordert ist, profitiert von den zusätzlichen Einheiten an Vitamin D.

Proteine für ein starkes Immunsystem

Appropos Immunabwehr, die Bedeutung von Proteinen für unser Immunsystem wird vielfach unterschätzt. Tatsächlich handelt es sich bei den immuneigenen Antikörpern nämlich um sogenannte Schutzproteine. Die wichtigsten Helfer unseres Immunsystems werden damit aus Eiweiß hergestellt.

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Nun tummelt sich Eiweiß maßgeblich in tierischen Lebensmitteln wie Milchprodukten, Fleisch oder Fisch. Insbesondere Fleisch genießen dabei aber viele Menschen nach den jüngsten Corona-Skandalen in der Fleischindustrie gerade eher mit Vorsicht. Für Vegetarier und Veganer ist die Lage noch kritischer. Zwar gibt es vereinzelt auch pflanzliche Lebensmittel mit hohem Proteinanteil, diese sind momentan jedoch nur bedingt erhältlich. Abermals bieten Nahrungsergänzungsmittel wie

hier eine gute Möglichkeit zur Kompensation. Ergänzend kann man gezielt mehr proteinreiche Lebensmittel wie Hülsenfrüchte, Getreide und Nüsse in die Ernährung einbauen, um den Immunschutz durch erhöhte Proteinzufuhr zu verbessern. Alternativ gibt es auch tierische Proteine aus Eiern als Nahrungsergänzungsmittel. Dabei lässt sich die Frage, ob nun tierische oder pflanzliche Lebensmittel besser sind, nicht immer ganz eindeutig beantworten.

Tierische vs. pflanzliche Proteine

Tierische Proteine Pflanzliche Proteine
  • lassen sich vom Körper besser verwerten
  • besitzt alle neun essentiellen Aminosäuren, die der menschliche Körper täglich braucht, in ausreichender Menge
  • tierische Proteinquellen wie Fisch oder Milchprodukte sind reich an gesunden Fettsäuren (z.B. Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren) und Nährstoffen wie Calcium und Magnesium
  • nur bedingt für Vegetarier und überhaupt nicht nicht für Veganer geeignet
  • zu hoher Konsum tierischer Proteinlieferanten wie rotem Fleisch erhöht das Krankheitsrisiko
  • für Vegetarier und Veganer geeignet
  • soll besonders stärkend auf das Herz-Kreislauf-System wirken
  • es gibt pflanzliche Proteine wie Sojaprotein oder Erbsenprotein mit gutem Aminosäurenprofil
  • prozentualer Anteil essentieller Aminosäuren in pflanzlichen Proteinen schwankt sehr stark
  • v.a. das für die Bindegewebsgesundheit wichtige Lysin sowie das muskelstärkende und antibiotisch wirkende Methionin sind in pflanzlichem Eiweiß eher selten

Mit Blick auf die Vor- und Nachteile beider Proteinvarianten setzt man im günstigsten Fall auf einen gesunden Mix aus beiden. Wer dies aber nicht mit seiner Ernährungsphilosophie vereinen kann, der muss sehr gezielt darauf achten, mit pflanzlichen Proteinen auch wirklich seinen Gesamtbedarf an essentiellen Aminosäuren abzudecken.

Tipp: Proteine kräftigen auch die Haare und straffen die Haut. Gleiches gilt für Vitamin D. Hautunreinheiten sind derzeit nämlich für einige ein weiteres Problem, das sich durch den Mangel an Sonnenlicht und frischer Luft ergibt. Weitere Nährstoffe, die im Körper sowohl für ein starkes Immunsystem, als auch für die Haut- und Haargesundheit benötigt werden, sind Eisen, Selen, Zink und Vitamin C.

Antioxidantien zum Schutz der Lunge

Es gibt noch ein paar weitere Nährstoffe, die mit Blick auf Corona eine gute Hilfe leisten. Gemeint sind antioxidative Wirkstoffe, die selbst von Medizinern zur Unterstützung der Lungengesundheit empfohlen werden.

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Unter Antioxidantien versteht man verschiedene Naturstoffe, die im Körper freie Radikale einfangen. Auf diese Weise entgiften sie den Körper und reinigen insbesondere Blutgefäße und Atemwege. Die Lunge gesund zu halten, spielt diesbezüglich gerade während der Corona-Pandemie eine übergeordnete Rolle. Als positiver Nebeneffekt ist dabei zu werten, dass viele Antioxidantien zugleich auch antibakterielle bzw. antivirale Eigenschaften besitzen. Sie bieten somit auch eine unterstützende Funktion für den Infektionsschutz.

Zu den wichtigsten Antioxidantien im Bereich der Nährstoffe gehören Vitamin C und Vitamin E. Sie sind in pflanzlichen Lebensmitteln wie

  • Beerenfrüchten,
  • Getreide,
  • Kohlgemüse,
  • Möhren
  • Nüssen
  • oder Zitrusfrüchten

meist auch mit weiteren Antioxidantien wie ß-Carotin (Provitamin A) oder Anthocyanen kombiniert. Hier stoßen Nährstoffpräparate leider an ihre Grenzen, denn es gibt in diese Richtung bislang nur wenige Kombinationspräparate. Allerdings sind zum Beispiel Vitalkapseln mit hochkonzentrierten Mengen an Anthocyanen erhältlich. Die rot-violett bis schwarz-blau färbenden Pflanzenfarbstoffe (sog. Flavonoide) gelten als medizinisch außerordentlich wertvoll. Maßgeblich in roten und blauen Beerenfrüchten wie Crynberries, Heidelbeeren oder Brombeeren zu finden, helfen sie nicht nur bei Herz-und-Gefäß-Erkrankungen. Auch in der Behandlung und Prävention von Lungen- und Infektionskrankheiten sind Anthocyane ein besonderer Tipp.

Bildnachweise: Adobe Stock / JPC-PROD, Amazon / Vihado

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